Sehr geehrte Frau/Herr,

 

im Auftrag der psychiatrischen Einrichtung der Kreisklinik Groß-Umstadt und im Namen des Fördervereins „Grünes Haus“ e.V., möchte ich die erforderlichen finanziellen Mittel für eine Sponsorenkampagne akquirieren. Hierbei handelt es sich um ein neues therapiebegleitenden Angebot, der s.g. eselgestützten Intervention, die mit der Unterstützung der ergotherapeutischen Abteilung und meiner Person als Coach für tiergestütztes Arbeiten, entstehen wird. Wir stehen bereits mit anderen Sponsoren aus der Umgebung in Verbindung. Auch mit Ihnen würden wir gerne einen Kontakt aufbauen.

 

Hier ein kurzer Einblick in die Arbeit mit den liebenswerten Langohren:

Die eselgestützte Intervention eignet sich insbesondere für Patienten, die Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen erleben oder auch im Konflikt mit sich selbst stehen. Im vertrauensvollen Verbund mit dem Langohr, werden die charakterlichen Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen und Selbstsicherheit, aber auch Einfühlungsvermögen und Empathie gefördert und gestärkt.

Aufgrund ihres besonderen Wesens sind Esel wertvolle Co-Therapeuten: Sie lassen sich zu nichts überreden oder zwingen, sondern fordern eine vertrauensvolle Bindung zwischen Esel und Patient ein. Da Esel im Herdenverbund ohne Leittier leben, handelt jedes Tier eigenverantwortlich und ist deshalb grundsätzlich vorsichtiger als beispielsweise ein Pferd. Gewinnen Menschen das Vertrauen des Esels, entsteht tiefe Verbundenheit als Basis für die erfolgreiche Eseltherapie.

So hilft die eselgestützte Intervention: Ziele, die mit der eselgestützten Arbeit erreicht werden können, sind so vielfältig wie das Wesen der Tiere selbst. Durch die non-verbale Kommunikation mit dem Tier lernen Patienten etwas über sich selbst, ohne Worte zu gebrauchen. Daraus folgt eine berührende, aber auch motivierende Bindung zwischen Mensch und Esel, die beispielsweise bei Antriebslosigkeit und Depression neue Anreize schafft.

Auch stärkt die tiergestützte Arbeit mit Eseln das Einfühlungsvermögen, indem Patienten überlegen, wie sie mit dem Tier kommunizieren und sich ihm gegenüber verhalten, um sein Vertrauen zu gewinnen. Betroffenen mit Angststörungen hilft die Begegnung mit dem friedsamen Tier, neuen Mut und (Selbst-)Sicherheit zu empfinden.

Darüber hinaus lernen Menschen in der Intervention mit Eseln, das Gegenüber wahrzunehmen, die eigene Wirkung auf das Tier zu fühlen, zu reflektieren und im partnerschaftlichen Verbund zu agieren. Was sagt etwa die Bewegung der Ohren aus, was verrät das Muskelspiel, welche Berührungen lässt das Tier zu und welche noch nicht?

 

Alles Wissenswerte über den Förderverein, haben wir im Anhang für Sie zusammengestellt.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir unseren Leitsatz „Wir möchten etwas auf den Weg bringen“ mehr Kraft verleihen und vielleicht möchten auch Sie Förderer heilsamer Aktivitäten unserer Patienten im tiergestützten Bereich mit dem Ziel der Inklusion und Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen sein? Von Herzen appelliere ich an Ihre finanzielle Unterstützung um somit das Seelenheil unserer Patienten ein Stück weit zu pflegen. Ich werde Sie diesbezüglich in den nächsten Tagen telefonisch oder persönlich kontaktieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Förderverein des Zentrums für Seelische Gesundheit

GRÜNES HAUS e. V.

 

i.A. Heike van Geldere

 

P.S. zur Info: 1,5 Stunden der therapiegestützten Intervention kosten für eine Person/Patient 135,-